Bürgerinformationssystem
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Ratsherr Kroon berichtet vom kürzlichen Besuch der SPD-Fraktion in den beiden Johanniter Einrichtungen. Dieser sehr gute Gesprächstermin habe ihn veranlasst, den vorliegenden Antrag zu stellen und bittet daher Herrn Wempen, Frau Jenn und Frau Rademacher von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. um Bericht über die aktuelle Situation in den beiden neu geschaffenen Einrichtungen der Johanniter. Herr Wempen bedankt sich für das politische Interesse an den beiden Einrichtungen und stellt sich als Bereichsleiter kurz vor. Er berichtet, dass die Kindertagesstätten der Johanniter grundsätzlich einzelnen Ortsverbänden unterstellt seien. Der Ortsverband Edewecht, welchem die Westersteder Einrichtungen eigentlich zugeordnet wären, war bisher nur ehrenamtlich besetzt. Da der Ortsverband Edewecht nun jedoch mit Frau Jenn personelle Unterstützung erhält, wechselt die Zuständigkeit der Westersteder Einrichtungen vom Regionalverband zum Ortsverband Edewecht. Frau Rademacher als Leitung der Johanniter Krippe Farbenspiel berichtet aus dem Alltag beider Einrichtungen und erläutert, dass die Einrichtung zwar erst vor 18 Monaten eröffnet wurde, es sich dennoch mittlerweile so anfühle, als würden die Einrichtungen schon lange bestehen und man sich sehr wohl fühle. In der Einrichtung haben derzeit etwa 50 % der Familien mindestens ein Elternteil mit nicht deutscher Herkunftssprache. Dies stelle zwar teilweise eine Herausforderung dar, die Johanniter stehen aber gerade für Vielfalt in allen Bereichen. Da aktuell nicht alle Betreuungsplätze voll belegt sind, könne man gut mit der Situation umgehen. Grundsätzlich sei man auch sonst sehr zufrieden mit der Einrichtung. Das Gebäude biete helle und große Räume, spannende Grundrisse und ein tolles Außengelände mit altem Baumbestand als Schattenspender. Derzeit teilweise noch fehlende Außenspielgeräte können gut durch kreative Spielideen kompensiert werden. Sie berichtet weiter, dass zu Beginn Türen zu den Gruppenräumen gefehlt haben, da die ursprünglichen Türen den falschen Anschlag hatten. Dies war zum Beginn gerade im Krippenbereich herausfordernd, da die neuen Krippenkinder dadurch gerne den eigenen Gruppenraum verlassen und die übrige Einrichtung entdecken wollten. Nachdem die neuen Türen eingebaut waren, stellte man fest, dass man sich sehr an das offene Konzept gewöhnt habe und die Türen nun zumeist offen stünden. Dies entspreche auch der generell offenen Haltung der Einrichtung und die Befürwortung von Kommunikation und Begegnung. Sie gibt zu, dass es hier und dort Startschwierigkeiten gegeben habe, die sei bei einer neuen Einrichtung auch nicht zu vermeiden. Zum Beginn musste sich ein ganz neues Team bilden und neue gemeinsame Wege finden. Dennoch laufe der Alltagbetrieb mittlerweile gut. Im personellen Bereich seien mittlerweile auch alle Stellen in beiden Einrichtungen besetzt. Neben dem Stammpersonal gebe es derzeit eine übergreifende „QuiK-Kraft“ sowie drei Auszubildende und regelmäßige Schülerpraktikanten. Der Anspruch in den Einrichtungen sei es, gutes zu bewahren und anderes zu verändern. Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit liege auf der Partizipation und eine enge Zusammenarbeit mit den Familien. Hinzu kämen außerdem die Themen Sprache und Bewegung. Zwei Mitarbeiter bilden sich derzeit als Sprachexperten nach HIT aus und auch die KVHS als unmittelbarer Nachbar der Einrichtung sei in diesem Bereich hilfreich. Den Vorschulkindern wird ein wöchentliches Treffen geboten und die Einrichtungen vernetzen sich derzeit noch vertieft mit anderen Einrichtungen, wie beispielsweise den Schulen oder der Bücherei. Ratsherr Lukoschus bedankt sich bei den Vertretern der Johanniter. Es zeige sich, dass die Kinder in den Einrichtungen gut aufgehoben seien und auch der Außenbereich sehr gut von den Kindern genutzt werden könne. Dennoch habe er bei einem kürzlich erfolgten Besuch der Einrichtung noch Handlungsbedarf gesehen. Es gehe ihm dabei ausdrücklich nicht um die konzeptionelle Arbeit und alle Kindertagesstätten im Stadtgebiet sollten auch gleich behandelt werden. Dennoch sehe er den Bedarf für eine Außentoilette im Kindergartenbereich und die Notwendigkeit für eine Küche. Eine Toilette im Außenbereich sei dringend erforderlich, damit die Kinder nicht immer die Wendeltreppe bis in den Kindergarten hinauflaufen müssen. Hierbei sei beispielsweise auch der Einsatz mobiler Toilettenanlagen grundsätzlich denkbar. Er beantrage daher, dass diesbezüglich nach Lösungen gesucht werde. Frau Hinrichs sagt zu, beide Themen mitzunehmen und entsprechende Zuständigkeiten zu klären. Ratsfrau Hemmieoltmanns betont, dass auch aus ihrer Sicht die Toilettensituation im Außenbereich verbesserungswürdig sei und auch mobile Lösungen denkbar seien. Nach Beschluss der Ausschussmitglieder zur Anhörung von Herrn Wempen in dieser Thematik berichtet dieser, dass es bereits Ideen zur Umsetzung gebe, diese jedoch im nichtöffentlichen Teil erläutert werden sollten. Es herrscht Einvernehmen darüber, dass die Problematik im nichtöffentlichen Teil weiter vertieft und der von Ratsherr Lukoschus gestellte Antrag dort weiter beraten werde. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||