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Auszug - Verbesserung der Verkehrssituationen in der Straße "Am Röttgen"; Zwischenbericht  

 
 
Sitzung des Straßen- und Wegeausschusses
TOP: Ö 8
Gremium: Straßen- und Wegeausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mo, 09.03.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Rathauses
Ort: Am Markt 2, 26655 Westerstede
25/1960-01 Verbesserung der Verkehrssituationen in der Straße "Am Röttgen"; Zwischenbericht
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
  Bezüglich:
25/1960
Federführend:Bauamt Bearbeiter/-in: Janßen, Harald
 
Wortprotokoll

Die Ausschussvorsitzende verweist auf die Vorlage 25/1960-01 und bittet Herrn Hinrichs um seine Ausführungen.

Herr Hinrichs verweist darauf, dass dieses Thema bereits in der letzten Ausschusssitzung beraten wurde. Die Schmutz- und Regenwasserleitungen wurden in der Zwischenzeit mit einer Kamera befahren, das Ergebnis werde in Kürze erwartet. Die Ausschussmitglieder, die an der Bereisung teilgenommen haben, haben sich vor Ort ein eigenes Bild verschaffen können, wie im TOP 4 bereits kurz berichtet wurde.

Erst kurz vor der Sitzung sei noch ein weiterer Antrag eines Anwohners eingegangen, der schildert, dass es im Einmündungsbereich an der „Langen Straße“ problematisch sei, aus seinem Grundstück zu fahren, weil der fließende Verkehr im Kurvenbereich schlecht einzusehen sei.

Generell könne zusammengefasst werden, dass die Fahrbahnbreite für die heutigen Fahrzeuge nicht ausreichend sei, die beidseitigen Nebenanlagen seien nach heutigen Maßstäben zu schmal, die Bäume würden das Pflaster hochdrücken und so bitte die Verwaltung nun darum, heute festzulegen, wie es weitergehen soll.

Ratsherr Kuhlmann hatte gehofft, dass im Zuge des Klinikneubaus ein Verkehrskonzept zusammen mit dem Landkreis erarbeitet wird. Das sei leider nicht geschehen. Die heutigen Fahrzeuge seien deutlich breiter als früher, was dazu führe, dass auch die Breite der Parkstreifen nicht mehr ausreichend sei. PKW würden oft in die Fahrbahn hineinreichen was zu zahlreichen sog. Spiegelunfälle führe. Vermutlich müssten die Parkstreifen aufgegeben werden, um genügend Platz für den fließenden Verkehr schaffen zu können. Seiner Ansicht nach sollte die Verwaltung die verschiedenen Möglichkeiten für eine Verbesserung der Situation erarbeiten, so dass zur nächsten Sitzung beraten werden könne, welcher dieser Vorschläge umgesetzt werden soll.

Ratsherr Lukoschus erinnert an einen Antrag der Freien Wählergemeinschaft „Wir Ammerländer“ auf Erarbeitung eines Verkehrskonzeptes für alle größeren Straßen in Westerstede. Alle sähen den Handlungsbedarf und er stellt daher einen Antrag, eine Fachfirma zu beauftragen, die zusammen mit Verwaltung und Anwohnern Möglichkeiten erarbeite, damit dann in der nächsten Sitzung über die nächsten Schritte beraten werden kann. Die Verwaltung müsse ohne jegliche Denkverbote wie z. B. die Beseitigung von Bäumen in die Planungen einsteigen dürfen. Sicherlich könne im nächsten Ausschuss kein abschließender Beschluss gefasst werden. Aber wenn heute keine Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise getroffen werde, werde ein weiteres halbes Jahr ungenutzt ins Land gehen.

Ratsherr F. Oeltjen ist der Ansicht, dass eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer erarbeitet werden muss. Es müssten Fahrbahn, Nebenanlagen und auch eine Erneuerung der Entwässerung dieser wichtigen Straße geplant werde. Die Beträge, die sich hieraus ergäben, würden allerdings haushaltsrelevant sein und könnten zwar im Straßen- und Wegeausschuss beschlossen werden, aber sie könnten kaum schon für das nächste Haushaltsjahr eingeplant werden.

Herr Leffers erinnert daran, dass eine Beratung in den Fraktionen bereits stattgefunden habe. So biete sich heute eine gute Gelegenheit, festzulegen, wie die Verwaltung weiter verfahren soll. Es gebe mehrere zu betrachtende Eckpunkte. So müsse geklärt werden, ob die Bäume erhalten werden sollen und ob die Parkbuchten entfernt werden dürfen. Er macht deutlich, dass die Nebenanlagen direkt bis an die anliegenden Vorgärten heranreichen. Eine Verbreiterung des Verkehrsraumes sei kaum möglich, so dass eine Schaffung von zeitgemäßen Nebenanlagen für Fußgänger und Radfahrer auf beiden Straßenseiten nicht realistisch ist. Denkbar sei, auf der nördlichen Seite der Straße die Parkflächen zugunsten einer schmaleren Nebenanlage für Fußgänger aufzugeben. Er hoffe, dass sich auf der südlichen Seite eine Breite für eine Nebenanlage ermitteln lasse, die das Radfahren auch künftig erlaube. Verschiedene Möglichkeiten könnten in der nächsten Sitzung vorgestellt und beraten werden und erst dann könnte ein zeitlicher Ablauf für die Umsetzung geplant und entsprechende Mittel haushaltsrechtlich eingeplant werden.

Auf die Frage von Ratsherrn Hots nach der Möglichkeit, Fördermittel für diese Umgestaltung zu erhalten, erklärt Herr Hinrichs, dass zunächst festgelegt werden müsse, wie die Neugestaltung aussehen soll. Erst dann kann sich die Verwaltung mit möglichen Förderanträgen auseinandersetzen. Er gibt zu bedenken, dass Fördergelder oftmals mit bestimmten Ausbaustandards verbunden sind.

Die Ausschussmitglieder stimmen einvernehmlich zu, der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, ein Konzept für die Straße „Am Röttgen“ zu erarbeiten und Vorschläge für die Neugestaltung zu unterbreiten. Von der Neugestaltung sind auch Parkflächen und Bäume nicht ausgenommen.