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Auszug - Tablet-Computer ab Klasse 7 und Lehrerendgeräte  

 
 
Sitzung des Schulausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 14.04.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:15 Anlass: Sitzung
Raum: Erdgeschoss des Rathauses Zum Stadtpark, Zum Stadtpark 2, 26655 Westerstede
Ort:
26/2072 Tablet-Computer ab Klasse 7 und Lehrerendgeräte
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Federführend:Amt für Informationstechnik Bearbeiter/-in: van Rüschen, Bodo
 
Wortprotokoll

Der Ausschussvorsitzende verweist auf die Vorlage Nr. 26/2072 und übergibt das Wort an Herrn van Rüschen.

Herr van Rüschen berichtet anhand einer PowerPoint-Präsentation über die anstehende Initiative des Landes, alle Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen sowie alle Lehrkräfte mit Tablet-Computern auszustatten.

Hinweis: Die PowerPoint-Präsentation ist dem Protokoll anliegend beigefügt.

Ausschussvorsitzender Lukoschus dankt Herrn van Rüschen für dessen Bericht und bittet um Wortmeldungen.

Frau Hinrichs ergänzt, dass dieser landespolitische Beschluss nicht nur Beschaffungskosten beim Land auslöse, sondern auch erhebliche elementare Auswirkungen auf die Schulträger und die Kommunen habe. Zwar erhalte man für die Einführungsphase eine finanzielle Unterstützung, die etwa die Kosten für die Finanzierung einer ¾ Personalstelle auffange. Der Bericht zeige aber, dass sich die administrativen Aufwendungen für die Betreuung der Geräte zukünftig mehr als verdoppeln werden. Die vom Land bereitgestellten Mittel fingen somit bei weitem nicht die zu erwartenden Kosten auf. 

Frau Meyer führt aus, dass sich die Lehrerkräfte über die Ausstattung mit neuen Endgeräten freuen würden. Jedoch sei das Arbeiten mit den seitens der Verwaltung favorisierten iPads aber nur eingeschränkt möglich. Einige Programme würden auf iPads nicht laufen. Auch das Schreiben von Texten sei auf diesen Geräten umständlich. Daher stelle sie die Frage, ob die Lehrkräfte nicht statt mit iPads auch mit PCs ausgestattet werden könnten oder ob die iPads künftig zumindest mit einer Tastatur ausgestattet seien.

Herr van Rüschen antwortet hierauf, dass dies der Fall sei. Die iPads würden künftig mit Tastaturen ausgestattet werden.

Auch Herr Wedemann stellt die Frage nach der Wahlmöglichkeit der Schulen bei der Ausstattung mit Endgeräten. Herr van Rüschen berichtet hierzu, dass man hinsichtlich des Gerätetyps mit den Schulen im Austausch sei. Sicherlich würden einige Programme herstellerbedingt nicht optimal laufen. Diesbezüglich werde noch an Lösungen gearbeitet. Er persönlich halte aber die Ausstattung mit iPads aus administrativer Sicht weiterhin für die beste Alternative. 

Ratsherr Kroon merkt an, dass das Thema Ausstattung von Schulen mit digitalen Endgeräten bereits seit Jahren immer wieder diskutiert worden sei. Er betont, dass das Thema IT seitens des Schulausschusses immer positiv begleitet und unterstützt worden sei. Hier sei die geleistete Arbeit der IT-Abteilung der Stadt besonders zu loben. Die Arbeit der IT sei mit der Anschaffung eines Gerätes jedoch nicht beendet. Auch durch die Instandhaltung der Geräte sowie der notwendigen Unterstützung der Nutzer bei Problemen fallen Kosten für Personal an. Die hierfür seitens des Landes zur Verfügung gestellten Mittel seien bei weitem nicht kostendeckend. Die Problematik werde sich durch die Erhöhung der Geräteanzahl künftig weiter verstärken. Die Digitalisierung werde weiter voranschreiten. Daher müsse sich jeder Nutzer auch entsprechend mit dem ihm zur Verfügung gestellten Geräten und Systemen beschäftigen und vertraut machen. Es dürfe nicht dazu kommen, dass zur Verfügung gestellte Geräte ungenutzt blieben.      

Ratsfrau Hemmieoltmanns dankt Herrn van Rüschen für dessen Bericht und die Erläuterung der aufgeführten Beträge. Sie bestätigt die Ausführungen von Frau Meyer hinsichtlich der Probleme der Lehrkräfte bei der Arbeit mit den iPads. Nicht alle erforderlichen Programme würden hierauf funktionieren. An Herrn van Rüschen richtet sie die Frage, ob man sagen könne, in welcher konkreten Höhe Mehrbelastungen auf die Stadt zukommen würden. 

Herr van Rüschen antwortet hierauf, dass die Nennung eines konkreten Betrages aktuell noch nicht möglich sei. Ein Löwenanteil der zusätzlichen Kosten sei aber sicher im personellen Bereich zu erwarten. Wie dargestellt, sei durch die steigende Anzahl von zu betreuenden Geräten auch eine höhere personelle Ausstattung der IT-Abteilung erforderlich. 

Frau Hinrichs führt ergänzend dazu aus, dass der heutige Bericht eine erste Information bezüglich der Thematik sei. Über die zu erwartenden Mehrkosten für die IT-Betreuung werde dann in der im Herbst anstehenden Sitzung des Haushaltsausschusses konkreter berichtet.

Ausschussvorsitzender Lukoschus fasst zusammen, dass es für die Politik wichtig sei zu erfahren, welche Kosten auf die Stadt zukommen würden. Es zeige sich, dass wieder einmal erhebliche Mehraufwendungen durch eine Entscheidung des Landes auf die Stadt zukommen werden.

Herr van Rüschen antwortet auf die Frage des Ratsherrn Fischer, warum die iPads seitens der Verwaltung als sinnvollste Alternative angesehen würden, dass die angebotenen Lösungen der Firma Apple zusammen mit den Anwendungen von Google im Schulbereich als führend anzusehen seien. Ratsherr Fischer führt weiter aus, dass an seiner Schule Geräte von Microsoft vom Typ „Surface“ beschafft worden seien und diese im schulischen Umfeld gut funktionieren würden.  

Herr Matthes stellt die Frage, ob die Geräte eine „künstliche Intelligenz (KI)“ vorinstalliert hätten. Diese könne die Lehrkräfte bei der Arbeit mit den Geräten unterstützen. Herr van Rüschen halte diese für eine gute Idee. Er habe sich ebenfalls bereits mit dem Thema beschäftigt. Da die Lehrkräfte jedoch beim Land beschäftigt seien, müssten solche Vorgaben seitens des Landes koordiniert werden.

Ausschussvorsitzender Lukoschus fasst die Diskussion zusammen. Die IT befinde sich in enger Abstimmung mit den Schulen bezüglich der vom Land beschlossenen Ausstattung mit Tablet-Computern für Schüler und Lehrkräfte. Auf die Stadt kämen zusätzliche Kosten in noch nicht bezifferbarem Umfang zu, die nicht vollständig seitens des Landes getragen würden. Über die zu erwartenden Mehrkosten hierfür sowie eine erforderliche Personalaufstockung der IT-Abteilung werde in der für den Herbst anstehenden Sitzung des Haushaltsausschusses berichtet.    

Weitere Wortmeldungen erfolgen keine.
 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage zu TOP 6 Tablet-Computer ab Klasse 7 und Lehrerendgeräte (88 KB)