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Vorlage - 19/0714  

 
 
Betreff: Digitalpakt: Weitere Vorgehensweise und Bereitstellung von Haushaltsmitteln für 2020
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Hauptamt Bearbeiter/-in: van Rüschen, Bodo
Beratungsfolge:
Schulausschuss Entscheidung
29.10.2019 
Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

1. Für den Haushalt 2020 werden die in der Anlage „Planung Digitalpakt“ ausgewiesenen Mittel eingeplant.

2. Für die weitere Zukunftsplanung werden die Schulen gebeten, Umfragen zur Mediennutzung der Lehrkräfte zu erstellen.

3. Die Verwaltung wird gebeten, über den Projektfortschritt in den nachfolgenden Sitzungen zu berichten.

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:

Richtlinie

Mit Datum vom 8.8.2019 hat das Land die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der IT-Infrastruktur und der IT-Ausstattung in Schulen“ herausgegeben.

 

Folgende Maßnahmen können gefördert werden:

  1. Maßnahmen zum Aufbau und zur Verbesserung der digitalen Vernetzung in Schulgebäuden und auf dem Schulgelände
  2. Einrichtung von schulischem WLAN
  3. Aufbau und Weiterentwicklung digitaler Lehr-/Lern-Infrastrukturen
  4. Anzeige- und Interaktionsgeräte wie z.B. interaktive Tafeln („Smartboards“)
  5. Digitale Arbeitsgeräte, insbesondere für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung
  6. Mobile Endgeräte (Tablets und Laptops) inkl. Lade- und Aufbewahrungszubehör
    Hierfür gelten aber folgende Einschränkungen:
    1. die Infrastruktur nach 1. bis 5. muss vorhanden und abgeschlossen sein
    2. ein Medienkonzept mit Aussagen zu den Fördergegenständen muss vorliegen
    3. Deckelung in Höhe von 25.000 EUR je Schule

 


Bestandsaufnahme

Die Stadt Westerstede hat in den vergangenen Jahren bereits umfänglich in die IT-Infrastruktur und die IT-Ausstattung investiert, nicht zuletzt auch durch das jährliche Sonderbudget von 30.000 EUR.

 

Als einzelne Maßnahmen hierzu wären zu nennen:

  • Strukturierte IT-Verkabelung der Schulgebäude
  • Umfangreicher WLAN-Ausbau in allen Schulen, aber noch nicht in jeder Schule flächendeckend
  • Vorhandene digitale Lehr-/Lern-Infrastruktur mit dem Produkt „IServ“
  • Selbstinstallierende und wartungsarme Computersysteme
  • Mobile Schul-IT mit iPads, für die ein zentrales Management aufgebaut ist
  • Administrationswerkzeuge für die umfängliche Nutzung von iPads im Schulumfeld mit getesteten einfachem Massen-Rollout auch bei hohen Stückzahlen
  • Einrichtung eines Muster-Klassenraums im Gymnasium mit neuster Präsentationstechnik

 

Kritik an der Richtlinie

Über die kommunalen Spitzenverbände wurde gegenüber dem Land eine Vielzahl von Kritikpunkten kommuniziert.

 

Auch die Stadt Westerstede hat im Vorfeld eine Stellungnahme abgegeben und die Deckelung der Förderung von mobilen Geräten kritisiert.

 

Zum Hintergrund: Bund/Land gehen davon aus, dass mobile Geräte in den Schulen nur eine sehr kurze Lebensdauer (3 Jahre) haben. Diese Annahme ist falsch! Nach unseren Erfahrungen lassen sich mobile Geräte mindestens fünf Jahre in den Schulen nutzen. Wie uns auch in einem Gespräch mit dem anerkannten Medienberater Andreas Hofmann bestätigt wurde, liegt die Zukunft aber im mobilen Lernen mit Tablet & Co. Die Westersteder Schulen haben die letzten Jahre bereits Klassensätze mit Tablet-Computern angeschafft.

Auf Bundesebene wird das Prinzip „BYOD“ (Bring your own device, also elternfinanzierte Geräte) forciert. Die kommunalen Spitzenverbände befürworten aber Geräte, die in den Schulen verbleiben, um die Lehrkräfte nicht mit den verschiedenen Gerätetypen und Betriebssystemfunktionen zu überfordern.

 

Kritik an Interaktiven Tafeln

In den vergangenen Jahren hat die Stadt umfänglich in interaktive Tafeln („Smartboards“) investiert. Die Anschaffungskosten hierfür liegen je Klassenraum bisher zwischen 3.500 und 5.500 EUR. Auch nach Rücksprache mit Herrn Hofmann werden Smartboards mittlerweile nur als „Brückentechnologie“ gesehen. Die Zukunft liegt im Unterricht per Tablet-Computer. Die Inhalte werden dann drahtlos auf eine Leinwand oder weiße Wand projiziert oder es wird ein großer Bildschirm genutzt.

Den Grundschulen wurde daher die Auf- bzw. Umrüstung der Klassenräume mit hochwertigen Beamern empfohlen, die mit der Laser-Technologie eine lange Lebensdauer erreichen. Diese Geräte kosten unter 1.000 EUR. Die Auf- bzw. Umrüstung der Klassenräume lässt sich somit komplett als Aufwand darstellen und fällt nicht in den investiven Bereich.

 

Bisheriger Projektverlauf

-          Internes Gespräch mit dem Medienberater Andreas Hofmann zur strategischen Planung („Schul-IT in 10 Jahren“)

-          Abstimmung mit der Kowesch-Runde

-          Abstimmung mit dem Gymnasium

-          Telefonat mit Herrn Saathoff

 


Für 2020 geplante Maßnahmen

 

Europaschule Gymnasium

-          WLAN-Ausbau und Ausbau der Netzwerkinfrastruktur (interne Gebäudeverkabelung und Verkabelung zwischen den Gebäuden per Glasfaser)

-          Medientechnik in den neuen Klassenräumen. Auf welchem technischen Niveau, muss noch entschieden werden

-          Das Gymnasium arbeitet an einer Umfrage zur Nutzung der Medientechnik. Hier soll auch geklärt werden, ob die „Brückentechnologie“ Smartboard weiterhin forciert werden soll und wenn ja, auf welchem Niveau

 

Robert-Dannemann-Schule

Von Herrn Saathoff wurde der Wunsch geäußert, als nächstes das Gebäude 4 mit Smartboards auszurüsten. Diese Maßnahme wurde als Investitionen für 2020 eingeplant. Vom Schulleiter wird außerdem ein WLAN-Ausbau befürwortet. Diese Maßnahme kann als Aufwand abgebildet werden und wird ebenfalls für 2020 eingeplant.

Eine Lehrerbefragung zur Mediennutzung wird angeregt.

 

Brakenhoffschule und VGS Ocholt

Die Schulen wünschen weitere Smartboards und iPads. Letztere können aber gemäß Richtlinie erst beschafft werden, wenn die Infrastruktur ausgebaut ist. Hierfür wurden in 2020 pauschal Mittel eingeplant.

 

GS Westerloy

Ausbau des WLANs und Anschaffung von Beamern und Laptops

 

GS Halsbek

Anschaffung von Beamern, Druckern, Tablets und Zubehör

 

GS Gießelhorst

Ausbau des WLANs und Anschaffung von Beamern und iPads

 

Schule an der Goethestraße

Ausbau des WLANs und Anschaffung von Beamern, Laptops und iPads

 

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Finanzielle Auswirkungen:

 

Investitionen

Auswirkungen Ergebnishaushalt

Einzahlungen (+) / Auszahlungen (-)

Haushaltsjahr 2020

Gesamtinvestition

-€-

Erträge (+)/

Aufwendungen (-)

 

- 259.000

Planungskosten

 

 

Abschreibungen

 

Anschaffungs-/
Herstellungskosten

224.000

 

Personalaufwand

 

 

 

 

Unterhaltungsaufwand

 

Zuwendungen

224.000

 

Betriebsaufwand

 

Zuwendungen

 

 

Auflösungserträge

 

 

 

 

Entgelte/Gebühren

 

 

 

 

Lfd. Zuwendungen

259.000

Gesamtsumme

0

 

Gesamtsumme

0

 

Entsprechende Haushaltsmittel stehen zur Verfügung: 

Ja

Nein

 

Investitionsmaßnahme:

 

Produkt:

Siehe Vorlage 19/0709

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

Richtlinie

Planung Digitalpakt

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Richtlinie Digitalpakt Niedersachsen (2736 KB)      
Anlage 2 2 Planung Digitalpakt (6 KB)