Ausgangslage:
Die Stadt Westerstede verfügt bereits über eine iPad-Infrastruktur an allen Schulen in Form von iPad-Koffern, die flexibel in Klassen eingesetzt werden könne. Die meisten der aktuellen Geräte haben jedoch das Ende des Lebenszyklus erreicht. Für alle Lehrkräfte wurden im Februar 2022 Tablet-Computer und teilweise Notebooks bereitgestellt.
Ab dem Schuljahr 2026/2027 übernimmt das Land die Kosten für digitale Endgeräte für:
- Schüler/innen: Klasse 7 jährlich aufsteigend (ca. 300 Schüler/Jahr).
- Lehrkräfte: Vollausstattung aller ca. 300 Lehrkräfte (inkl. Grundschulen) - alle 4 Jahre Austausch der Geräte
- Das Land zahlt eine Administrationskostenpauschale von 125 € pro Gerät für einen Zeitraum von 4 ggf. bis zu 6 Jahren.
- Jahr 1: 600 Geräte (300 Schüler + 300 Lehrer) × 125 € = 75.000 €
- Folgejahre 2 – 4: je 300 Geräte = 37.500 €
Die Kostenbeteiligung des Landes für die schulische Systembetreuung verdoppelt sich von bisher 16.000 € auf 32.000 €.
Bei Beibehaltung der Jahrgangsstärken ergibt sich folgende Entwicklung für den Schulträger:
- In vier Jahren wird die Stadt ca. 1.500 zusätzliche Geräte im Bestand haben (1.200 Schülergeräte aus vier Jahrgängen plus 300 Lehrergeräte).
- Ab dem vierten Jahr beginnt der turnusmäßige Austausch der ersten Geräte. Dieser erfolgt über die Schule. Der Aufwand steigt von 300 Geräte pro Jahr auf ca. 600 Geräte pro Jahr
- Grundschulen & Kofferklassen: Die Ausstattung der Grundschüler und die mobilen Koffersysteme für höhere Jahrgänge sind nicht Teil des Landesprogramms. Hier wird auf den „Digitalpakt 2.0“ gewartet. Konkrete Informationen des Landes stehen hierzu noch aus.
Der Schulträger empfiehlt den Schulen ausdrücklich die Fortführung der Nutzung von iPads. Die gesamte Administrationsstruktur und das Know-how sind darauf ausgelegt. Ein Systemwechsel würde Zusatzkosten z.B. für ein neues MDM verursachen.
Zwischenfazit:
- Schulträger:
Supportengpässe auf Grund der personellen Situation im Amt für Informationstechnik und den Schulen. Alleine für das Verteilen der Lehrerendgeräte wird mit einem Zeitaufwand von 150 Stunden gerechnet, weil die Lehrkräfte Unterstützung bei der Datenmigration auf das neue Endgerät benötigen. - IT-Assistenzen des Landes:
Das Land stellt zwar landesweit 680 Stellen zur Verfügung. Es handelt sich hierbei jedoch größtenteils nicht um neue Stellen. Bestehende Verträge von Verwaltungskräften/Schulassistenten können bei Auslaufen in IT-Stellen umgewandelt werden. - Die Gewinnung von qualifiziertem IT-Personal für Schulen ist am derzeitigen Arbeitsmarkt äußerst schwierig. Es ist derzeit nicht absehbar, dass die Schulen den Administrationsaufwand zeitnah alleine tragen können.
- Infrastruktur:
Mit steigenden Gerätezahl wird ein weiterer WLAN Ausbau erfolgen müssen. Hierfür werden finanzielle Ressourcen notwendig, die anteilig über den Digitalpakt bereitgestellt werden. Zur Planungssicherheit werden dringend die Förderrichtlinien vom Land erwartet.
Handlungsempfehlungen:
- Abstimmung mit der Oberschule und dem Gymnasium zur Einführung der Schüler-Tablets
- Schaffung einer weiteren IT-Stelle im Amt für Informationstechnik für den Support der Schüler- und Lehrer-Endgeräte
- Durch die Vereinbarung mit dem Land ist mit Mehreinnahmen von jährlich 53.500 € für die Systembetreuung zu rechnen (im ersten Jahr mit 91.000 €), wenn die Geräte in der og. Vollausstattung abgerufen werden.