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Auszug - Bericht des Stadtbrandmeisters und der Verwaltung  

 
 
Sitzung des Feuerwehrausschusses
TOP: Ö 4
Gremium: Feuerwehrausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 20.04.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:30 Anlass: Sitzung
Raum: Erdgeschoss des Rathauses Zum Stadtpark, Zum Stadtpark 2, 26655 Westerstede
Ort:
 
Wortprotokoll

Stadtbrandmeister Siehlmann berichtet, dass mittlerweile alle Jahreshauptversammlungen der neun Ortsfeuerwehren abgeschlossen seien. Angepasst an die neue Feuerwehrverordnung erhalten die Feuerwehren neue Uniformen sowie neue Dienstgrade.

Er gibt bekannt, dass es erneut eine positive Mitgliederentwicklung zu verzeichnen gebe. Aktuell seien 726 Kameradinnen und Kameraden in den Westersteder Feuerwehren. Diese Zahl setze sich zusammen aus den aktiven Mitgliedern (462), der Altersabteilung (95), den Jugend- und Kinderfeuerwehrmitgliedern (115) sowie aus der besonderen Abteilung (54). Eine Aufstellung ist dem Protokoll beigefügt.

Er teilt mit, dass es im Jahr 2025 zu 466 Einsätzen und damit knapp 100 Einsätzen weniger als im Jahr 2024 kam. Grund hierfür sei, dass im vergangenen Jahr nicht so häufig zu Sturm- und Unwettereinsätzen alarmiert werden musste wie noch im Jahr 2024.

Er dankt den Feuerwehrmitgliedern für den stets unermüdlichen Einsatz, gerade auch vor dem Hintergrund, dass in Wohngebäuden oder Fahrzeugen neue Techniken eingebaut seien, welche die Einsätze für die Feuerwehr schwieriger mache. Die Feuerwehren im Stadtgebiet seien gut ausgerüstet und auf einem guten Ausbildungsstand.

Ferner teilt er mit, dass die Ortsfeuerwehr Garnholt in den vergangenen Jahren ein eigenes System zur Hygiene an der Einsatzstelle entwickelt habe und dies weiterhin sehr gut funktioniere. Die Westersteder Feuerwehren seien hiermit sehr gut aufgestellt. Dies habe auch eine Vergleichsvorführung in Apen von ähnlichen Anhängern aufgezeigt, die Unternehmer nunmehr nach und nach am Markt anbieten würden und mit erheblichen Kosten einhergehen würden.

Zudem habe die Ortsfeuerwehr Westerloy ein Fahrzeug zur Vegetationsbrandbekämpfung erhalten. Hier kam es in der Vergangenheit bereits zu Hubschrauberübungen, an die man teilgenommen habe.

Für den Katastrophenschutz habe man im Rathaus zum Stadtpark die abgesetzte Führungsstelle samt Besprechungsräumen eingerichtet, die sich kurz vor der Fertigstellung befinden würden.

Zudem gibt er bekannt, dass das NLBK fortlaufend Aufgaben auf die Kommunen verteile. Die Änderung in der Ausbildung sei in den Gemeinden des Landkreises gut umgesetzt worden, dennoch bereite es ihm Sorgen, dass das NLBK die eigenen Aufgaben abbaue, zuletzt bei der Fahrzeugabnahme für Neufahrzeuge.

Bezüglich der Beschaffung des neuen LF 10 für die Ortsfeuerwehr Linswege teilt er mit, dass die Beladung des Fahrzeugs derzeit ausgeschrieben werde. Anfang des nächsten Jahres könne es geliefert werden.

Zum Thema der Beschaffung des LF 20 der Ortsfeuerwehr Ocholt-Howiek teilt er mit, dass sich momentan seitens der Feuerwehr Vergleichsfahrzeuge angeschaut werden.

Stadtbrandmeister Siehlmann teilt ebenfalls mit, dass eine Neuerung bei den Handfunkgeräten anstehe. Zukünftig könne es passieren, dass das Speichermedium aufgrund der Vielzahl an gespeicherten Daten nicht mehr funktioniere. Eine Löschung der Daten sei nicht möglich. Das würde bedeuten, dass, wenn die Geräte keine Speicherkapazität mehr haben, nicht mehr mit diesen Geräten gefunkt werden könne und somit schneller Ersatz beschafft werden müsse.

Abschließend gibt er bekannt, dass im Sommer das 100-jährige Jubiläum der Ortsfeuerwehr Garnholt anstehe.

Auch die Feuerwehrgeräteschau finde wieder statt. Am 13.06.2026 seien die Ratsmitglieder herzlich eingeladen mit der Feuerwehr und der Verwaltung die einzelnen Feuerwehren im Stadtgebiet zu besichtigen und sich vom Stand der jeweiligen Wehren zu überzeugen.

Ratsmitglied Neumann dankt Stadtbrandmeister Siehlmann für die geleistete Arbeit. Er lobt insbesondere die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Garnholt, die sich auf die Aufgabe Hygiene an der Einsatzstelle spezialisiert haben.

Auf Nachfrage erklärt Herr Krieger, dass die Kosten für den Anhänger im Protokoll nachgereicht würden. Das Zugfahrzeug hätte dennoch beschafft werden müssen.

-          Nachtrag: Der Anhänger Hygiene hat in der Anschaffung 26.302,30 € gekostet. Für einen Umbau vor Ort wurden zusätzliche 8.216,63 € investiert. Die Kosten der technischen Zentrale für kleinere elektrische Umbauten und Abnahmen können nicht genau ermittelt werden, betragen jedoch rund 1.000 €. Hinzu kommen Beladungsutensilien, die nicht dem Vermögensobjekt des Anhängers zugeordnet sind.

Herr Krieger stellt sodann den Bericht der Verwaltung vor. Er teilt mit, dass alle Anträge auf Förderung der Sirenen beim Land Niedersachsen und Bund abgelehnt worden seien. Daher sei die Ausschreibung nunmehr ohne Förderungen erfolgt, damit die Mittel nicht verfallen. Für die eingeplanten Mittel von 240.000 € können acht Sirenen ertüchtigt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt fehlen noch vier Sirenen. Eine Sirene sei bereits elektronisch und notstromgepuffert. Aufgrund der Notstrompufferung werde zukünftig auch eine Wartung erforderlich sein.

Zum Thema Bekleidung gibt er bekannt, dass der erste Teil der zweiten Einsatzbekleidung noch nicht geliefert worden sei und diese nun im Mai erwartet werde. Der zweite Teil der zweiten Einsatzbekleidung befinde sich derzeit in der Ausschreibung. Aus der Großbestellung der Uniformen 2025 fehle noch eine Mütze. Für die noch fehlenden 50 Uniformen bleibe der Preis konstant, eine Anprobe finde demnächst statt.

Er berichtet ferner, dass Herr Lüers im Bereich der vorbeugenden Gefahrenabwehr beziehungsweise des Katastrophenschutzes viel umsetze. Die Broschüre zur Vorsorge für Krisen und Katastrophenschutz liege aus.

Zudem teilt er mit, dass es im Bereich Atemschutz eine Neuerung geben werde. Die Atemluftflaschen samt den Ventilen müssen zukünftig produktrein von der Firma Dräger stammen, andernfalls bestehe nach Angaben des Landkreises Ammerland keine Gewährleistung. Das bedeute, dass auch die verbauten Einzelteile nicht von anderen Herstellern kommen dürfen. Hierdurch entstehen für die Stadt Westerstede Mehrkosten von rund 45.000 €, die durch die Aufhebung der letzten Haushaltssperren innerhalb des Budgets im Jahr 2025 finanziert werden könne.