Bürgerinformationssystem
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Sachverhalt:Als Ergebnis der Umfrage „Westerstede will´s wissen“ wurde vom Wirtschaftsforum folgender Antrag gestellt: „Es sollte ein multifunktionaler Veranstaltungsort geschaffen werden, der Veranstaltungen für Kultur und Freizeit an einem Ort vereint.“ Ursprünglich war am 16.03.2020 eine Besichtigung des bestehenden Kulturzentrums „Bürgerhaus Schortens“ vorgesehen. Dieser Termin ist coronabedingt ausgefallen. Als Grundlage für die weitere Diskussion dienen die nachfolgenden Informationen: Das Wirtschaftsforum hat die Wünsche an ein Kulturzentrum nach Auswertung des Umfrageergebnisses wie folgt zusammengefasst:
Auszug aus der Präsentation des Vorsitzenden des Stadtmarketingsbeirats bei der Vorstellung des Umfrageergebnisses „Westerstede wills wissen“
Gegenüberstellung der mit dem Antrag verbundenen Wünsche zum Bestand in Westerstede:
Bedarfsabfrage bei den Kulturschaffenden anlässlich des Gedankenaustausches zur Zusammenarbeit im kulturellen Bereich am 25.11.2019:
Alle Vereine, die im Stadtkern oder in den Dörfern kulturelle Veranstaltungen anbieten, haben einhellig bestätigt, dass der Bedarf an Spielstätten über den Güterschuppen, den Jaspershof, die Aula des Gymnasiums, das Dannemann- Forum und die Kirchen/ Kapelle ausreichend gedeckt ist. Mit Hilfe eines digitalen Kalenders soll die Terminabsprache verbessert werden, um möglichst keine Parallelveranstaltungen und damit interne Konkurrenz zu planen. Platznot oder fehlende Räumlichkeiten waren bei der Veranstaltungsplanung im Stadtkern nie ein Thema. In den Dörfern gab es dieses Problem vereinzelt schon, allerdings hätte da ein zentrales Kulturzentrum nicht geholfen, weil der Raum im Dorf dann selbst benötigt würde. Hier würde ein Gemeinschaftsfestzelt größere Hilfe leisten. Hingewiesen wurde auf die Weser-Ems-Halle, die entsprechend der Berichterstattung in der NWZ schon für einige Events zu klein ist. An Grenzen würde man immer stoßen. Melanie Schneider wies lediglich darauf hin, dass attraktive Räumlichkeiten Nachfragen von Managern bewirken könnten. Diesen Aspekt sollte man nicht aus dem Blick verlieren und deshalb diese Evaluation in einigen Jahren wiederholen. Tenor der Abfrage im November 2019 war in jedem Fall, dass die Kulturschaffenden andere Räume nicht gebrauchen würden. Die Hauptsorge lag in der gegenseitigen Konkurrenz beim Veranstaltungsangebot.
Informationen zur Vergleichseinrichtung Bürgerhaus Schortens:
Mitarbeiter der Stadt Schortens im dort angesiedelten Kulturbüro laut Webseite und Haushaltsplan 2019: 5,33 Stellen im Stellenplan, verteilt auf den Kulturkoordinator E11, Kartenvorverkauf E 6, Veranstaltungstechniker E 6, Hausmeister E 4 und drei Reinigungskräfte in Teilzeit.
Raumangebot:
Hinweis dazu: Schortens hat keine klassische Gastwirtschaft mehr. Deshalb müssen sämtliche Vereinssitzungen, -treffen und –veranstaltungen also auch im Bürgerhaus stattfinden (analog Jaspershof und Apothekervilla in Westerstede). Der Jaspershof hat hinsichtlich seines Raumangebots und der Nähe zur DEULA und zum Hössensportzentrum ebenfalls die Raumkapazitäten für Seminare und Tagungen. Lediglich die Organisation der Angebote läuft nicht über die Stadtverwaltung in Westerstede, im Bürgerhaus Schortens allerdings schon über das Kulturbüro (siehe anliegenden Flyer). Außerdem hat Westerstede das Tagungshotel Voss und noch einige Gastwirtschaften für die Vereinsarbeit bzw. in Teilen noch separate Vereinshäuser.
Laufende Kosten des Bürgerhauses Schortens lt. Ergebnishaushalt für das Produkt Bürgerhaus Heidmühle im Haushaltsplan 2019:
Zu den Personalaufwendungen für die sieben Mitarbeiter*Innen in Höhe von 241.774€ kommen im Wesentlichen Sach- und Dienstleistungen in Höhe von 249.300€, die sich sicher schwerpunktmäßig aus den Gagen und laufenden Kosten für den Betrieb des Bürgerhauses zusammensetzen. Neben den Abschreibungen und sonstigen ordentlichen Aufwendungen ergeben diese Positionen zusammen ordentliche Aufwendungen in Höhe von 539.909€. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus Kartenverkäufen, Mieten und dergleichen, in geringem Umfang auch Zuwendungen mit einer Gesamthöhe von 262.455€ entgegen. Daraus ergibt sich ein Defizit von 277.454€, das laut Finanzplanung der Stadt Schortens wahrscheinlich wegen der steigenden Abschreibungen bedingt durch die beabsichtigten großen Investitionen für die Sanierung und des Umbaus des Bürgerhauses ansteigen.
Investitionsvolumen für Umbau und Erweiterung in vier geplanten Bauabschnitten in unterschiedlichen Haushaltsjahren laut Vorlage im Ratsinformationssystem vom 05.03.2019:
Bruttobaukosten 6.820.000€ abzüglich Landeszuschüssen für die Städtebauförderung u.a. Zuschüssen, verbleibt ein Finanzierungsanteil der Stadt Schortens 2.335.043,33€.
Vor dem Hintergrund des großen Raumangebots in Westerstede und dem fehlenden Bedarf bei den Kulturschaffenden ist die Notwendigkeit eines solchen Kulturzentrums vor der finalen Beschlussfassung noch intensiv zu diskutieren.
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Anlage/n:
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