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Der Ausschussvorsitzende, Ratsherr Schneider, begrüßt Frau große Austing vom Planungsbüro Diekmann, Mosebach & Partner und bittet sie um weitere Ausführungen zur Informationsvorlage Nr. 24/1730-03. Frau große Austing erinnert daran, dass sie in der Ausschusssitzung vom 18.08.2025 bereits über dieses Plangebiet berichtet habe und erläutert kurz die bisher beschlossenen Planungsparameter inklusive des Verkehrs- und Grünflächenkonzeptes. Da das Grobkonzept aus dem Jahre 2021 stamme und in der Zwischenzeit signifikante Änderungen auf dem Wohnungsmarkt zu vermerken seien, sollte das Konzept angepasst werden, bevor es in einen Bebauungsplan überführt werde. Hinweis: Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt. Der Ausschussvorsitzende bedankt sich bei Frau große Austing und bittet Herrn Ohlenbusch um die Präsentation seines Vortrages zum Thema „bedarfsorientierte Wohnquartiere – Wohnformen“ Herr Ohlenbusch stellt zunächst das Profil seiner Firma sowie anschließend die Bedeutung einer vorausschauenden systematischen Befassung mit modernen Wohnformen heraus. Als Trend der vergangenen Jahre seien nachhaltige Gebäudeplanungen mit variablen Grundrissgestaltungen und angepassten Flächenverbräuchen zu verzeichnen. Die sog. „Cluster“ würden mehrere Wohnformen miteinander kombinieren; so würden Mehrfamilien-, Reihen- oder Kettenhäuser kombiniert mit Einzelhäusern, sodass eine Verknüpfung entstehe, von der alle Bewohner profitieren könnten. Anhand eines städtebaulichen Konzeptes in Rastede verdeutlicht Herr Ohlenbusch diese Bauweise sowie weitere ökologische Gesichtspunkte, wie etwa Ausrichtung des Gebäudekörpers und gemeinschaftliche Gartenbereiche, auf die in einer Planung eingegangen werden könnte. Hinweis: Die Präsentation ist dem Protokoll beigefügt. Der Ausschussvorsitzende bedankt sich bei Herrn Ohlenbusch und bittet die Ausschussmitglieder um Wortmeldungen. Ratsherrn Kroon hält es für sinnvoll, die vorgetragenen Punkte bei aktuellen Planungen zu berücksichtigen, um eine ganzheitliche Betrachtung zu haben. Er schlägt vor, die Inhalte der Präsentation in den Fraktionen zu diskutieren und hinterfragt, welche Vermarktungsmöglichkeiten für die Cluster es gebe. Diesen Punkt greift Herr Ohlenbusch auf und empfiehlt eine kleinteilige Vergabe mit entsprechenden Vorgaben, welche Wohnformen entsprechend gewünscht würden. Denkbar sei hier eine sog. „Konzeptvergabe“, bei der Grundstücke nicht ausschließlich zum Höchstpreis, sondern im Rahmen von wettbewerblichen Verfahren nach der Qualität des Nutzungskonzeptes unter Bewertung der vorgegeben ökologischen, sozialen, wohnungs- und städtebaulichen Kriterien vergeben werden. Ratsherr Gerdes befürwortet grundsätzlich den vorgestellten Wohnmix, fragt sich aber, ob eine solche Durchmischung im täglichen Leben akzeptiert werde. Er bittet Herrn Ohlenbusch, seine Erfahrungen kurz darzustellen. Dieser erklärt, dass bei einer Vorgabe einer solchen Durchmischung die Akzeptanz seiner Auffassung nach durchaus gegeben sei, ob diese Durchmischung auch in Kleinstädten funktioniere, bleibe abzuwarten. Ratsherr Schmidt-Berg hält einzelne Elemente des vorgetragenen Konzeptes für durchaus interessant und bedankt sich für den Input; er sei jedoch kein Fan von Modellprojekten. So spricht er sich für ausreichende private PKW Stellplätze sowie für das klassische Einfamilienhaus aus. Auch frage er sich, wie die Pflege der vorgestellten Gemeinschaftsflächen gestaltet werden könne – die öffentliche Unterhaltung dieser Flächen sei seines Erachtens sehr aufwendig. Der durch die CDU-Fraktion zur Wohnraumschaffung gestellte Antrag mache deutlich, dass die ganzheitliche Planung für Westerstede dringend notwendig sei. Es sei auch denkbar, dass ortsansässige Firmen für eigene Mitarbeiter einzelne Bereiche planen. Wichtig sei seiner Meinung nach, dass bei der Planung gerade dieses großen Baugebietes vorrangig heimische Firmen beteiligt würden. Herr Ockenga begrüßt generell die Überlegungen zu intergenerativem Wohnen. Im Orchideenkamp sei dies nur ansatzweise umgesetzt worden, sei aber auch dort betreuungsintensiv. Seines Erachtens sei die Akzeptanz für Stellplätze, die am Rande dieser Gebiete geplant würden, nicht gegeben. Es müsse dabei auch die grundsätzliche Anbindung und Lage des Baugebietes innerhalb der Stadt berücksichtigt werden. Ratsherr Piepers erkennt viele gute Lösungsansätze in den vorgestellten Aspekten. Die Themen der Einbindung der Natur, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsflächen sind seiner Meinung nach wichtig. Für seinen Wortbeitrag gibt der Ausschussvorsitzende den Vorsitz an Ratsherrn Cording ab. Dieser erteilt daraufhin Ratsherrn Schneider das Wort. Nach Ansicht von Ratsherrn Schneider sei eine Durchmischung von Wohnformen wünschenswert. Hierbei denke er auch an Tiny Häuser und andere kompakte Wohnhäuser. Im weiteren Verfahren sollten die entsprechenden Flächen definiert werden und er schlägt vor, das bestehende städtebauliche Konzept entsprechend zu überarbeiten. Der Ausschussvorsitzende Ratsherr Cording übergibt den Vorsitz wieder an Ratsherrn Schneider. Für Herrn Leffers ist es in der heutigen Beratung wichtig, die Impulse der Planer sowie die Diskussionen innerhalb des Ausschusses aufzunehmen. Er schlägt vor, zur nächsten Sitzung des Bauausschusses zusammen mit dem Planungsbüro Diekmann, Mosebach & Partnern den Entwurf des städtebaulichen Konzeptes entsprechend der Ergebnisse der Ausschusssitzung anzupassen und bittet die Ausschussmitglieder entsprechende Ideen vorab an die Verwaltung mitzuteilen. Des Weiteren ergänzt Herr Leffers, dass bei sämtlichen Überlegungen zur Vermarktung von Grundstücken jeweils auch das deutsche Vergaberecht zu berücksichtigen sei. Der Ausschussvorsitzende bedankt sich für die Diskussion und fasst die Thematik sowie die weitere Vorgehensweise kurz zusammen.
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