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Auszug - Ersatzpflanzungen von standortgerechten, heimischen Bäumen und Baumbilanz  

 
 
Sitzung des Klima-, Umwelt- und Landwirtschaftsausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Klima-, Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mo, 20.03.2023 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 20:13 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal des Rathauses
Ort: Am Markt 2, 26655 Westerstede
23/1435 Ersatzpflanzungen von standortgerechten, heimischen Bäumen und Baumbilanz
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Federführend:Amt für Immobilien, Wirtschaftsförderung und Marketing Bearbeiter/-in: Eckholt, Paul
 
Wortprotokoll

Herr Eckholt erläutert, dass Bilanzen von den Baumabgängen 2021 und 2022 vorlägen und aus diesen hervorgehe, dass das Verhältnis von Baumfällungen zu Baumpflanzungen durchweg positiv sei.

Ratsfrau Kundt-Bergmann befürwortet die Offenlegung dieser Bilanzen und regt an, dass die Standorte der Ersatzpflanzungen sinnvoll ausgesucht werden. Sie gibt zu bedenken, dass ein alter und großer Baum einen weitaus höheren Klimanutzen habe als ein junger Baum und ein Austausch 1:1 somit nicht zufriedenstellend sein könne. Sie stellt die Frage, ob die Anzahl der jungen Bäume pro abgeholzten alten Baum erhöht werden könne.

Herr Leffers führt aus, dass die Menge der Ersatzpflanzungen im Wesentlichen von den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln abhängig sei und die Quote in den zurückliegenden Legislaturperioden festgesetzt worden sei. Die Standorte der neuen Bäume müssten hinsichtlich der dortigen Lebensfähigkeit, besonders an Straßen, gut durchdacht sein. Es dabei sinnvoll, auch größere Baumgruppen anzupflanzen, allein aus (arbeits-) wirtschaftlichen Gründen, z. B. in der Unterhaltung und Bewässerung, aber auch zur Biotopvernetzung.

Ratsfrau Finke weist auf die aktuellen Planungen bei der Ammerland Klinik hin, wo bestehende Bäume auf öffentliche Flächen umgepflanzt werden. 

Ratsherr Hooymann befürwortet ebenfalls die Erhöhung der Zahl für geplante Neupflanzungen pro Abholzung eines alten Baumes. Er stellt die Frage, ob zur Klimaanpassungsstudie andere Sorten und Arten gepflanzt werden sollen.

Herr Eckholt weist darauf hin, dass das Verhältnis 1:1 bislang als Ziel vorgegeben wurde. Ersatzpflanzungen würden aufgrund der Vorgaben der Fachbehörde durch standortheimischen Bäume erfolgen, welche schon nach der Klimaanpassung und aufgrund von jeweiligen Standorterfahrungen ausgewählt würden.

Ratsherr Hooymann führt an, dass zur Klimarobustheit von Bäumen noch nicht alles bekannt sei und schlägt darum vor, die 1 :1 Regelung mit heimischen Arten zu bestellen und die geplante Aufstockung mit anderen Arten. Das Umpflanzen von alten Bäumen sehe er problematisch, da die Pflege zum Weiterwachstum mit hohen Kosten und Aufwand verbunden sei. 

Herr Hots stimmt der Problematik des Umpflanzens zu und regt an, die Bevölkerung bei der Pflege und Bewässerung der jungen Bäume einzubinden. Er stellt die Frage, ob zurzeit ein Beschluss bestehe, die Bäume 1 zu 1 zu auszutauschen.

Ratsfrau Beeken unterstützt den Vorschlag einen alten Baum durch mehrere kleine zu ersetzen, dies sei im Hinblick auf die Kosten sinnvoller als das Umpflanzen. Ratsfrau Finke schließt sich dem an.

Ratsfrau Kundt-Bergmann regt den Gedanken an, über eine Aktion“ Baumpatenschaft“ in der Bevölkerung nachzudenken.

Ratsherr Oeltjen kann sich mit dem Gedanken der Baumpatenschaft für junge Bäume grundsätzlich anfreunden. Zum Thema des Umpflanzens von Bäumen weist er darauf hin, dass nicht jeder zu entfernende alte Baum gesund genug sei, um umgepflanzt zu werden.

Herr Leffers erklärt, dass der bisherige Ansatz durch Beschluss im Bauausschuss darin bestand, die abgängigen Bäume im Verhältnis 1:1 zu ersetzen. Bei einer Veränderung des Verhältnisses müsse man die Haushaltsmittel entsprechend aufstocken. 

Ratsherr Hots stellt einen Antrag dahingehend, im Rahmen der Haushaltsberatungen über die Aufstockung der Mittel zu beraten, um ein Verhältnis Abgänge zu Neuanpflanzungen 1:3 zu erhalten. Der Ausschuss stimmt dem einstimmig zu.

Ratsherr Piepers weist darauf hin, dass der Verkaufserlös des Holzes der gefällten Bäume, in den Kauf der neuen Bäume einfließen könne

Herr Eckholt merkt an, dass Standortvorschläge für Neupflanzungen gerne entgegengenommen werden.